Aktuelle Nachrichten aus der Zeitarbeit und Personaldienstleistung

Zukunft Personal 2016 präsentiert Top-Line-up

Das Programm der Messe Zukunft Personal beeindruckt nicht nur mit seinem Umfang, sondern vor allem durch eine hohe Qualität und Internationalität: Auf zehn Bühnen sprechen an drei Messetagen Experten für die Arbeitswelt aus dem In- und Ausland.

Maschinen übernehmen immer mehr Arbeitsprozesse 0280_Zukunft_Personal_Foto_Pfluegl_150915 von Spring Messe Management GmbH

Zu den Keynote Speakern gehören der Mathematiker und Zukunftsdenker Gunter Dueck, Schlafforscherin Prof. Vicki Culpin von der britischen Privatuniversität Ashridge Executive Education sowie Gravity-Payments-Gründer Dan Price (USA), der zugunsten der Mitarbeiter auf sein Millionengehalt verzichtete.

Zukunft Personal 2016 präsentiert Top-Line-up 2274_Zukunft_Personal_Foto_Pfluegl_150917 von Spring Messe Management GmbH

Maschinen übernehmen immer mehr Arbeitsprozesse. Menschen sind für die Aufsicht verantwortlich, das Verkaufen, Verhandeln, Verändern und Kreieren – für alles Neue und Individuelle. „Traditionelle Hierarchien und Matrixorganisationen taugen dafür aber nicht. Wir müssen uns also Gedanken über die Gestaltung der Arbeit an sich machen – das heißt: ‚Metawork‘ betreiben“, meint der Mathematiker und ehemalige IBM-Manager Gunter Dueck. Der Autor und Philosoph ist einer der Keynote Speaker auf Europas größter Messe für Personalmanagement.

Arbeitslosenrisiko für Geringqualifizierte am höchsten

Der Bildungsstand der Bundesbürger in Deutschland steigt weiter an. Zwischen 1996 und 2014 verdoppelte sich der Anteil der 15- bis 64-jährigen Deutschen, die über einen Hochschulabschluss verfügten, auf fast 17 Prozent. Auch bei den Absolventen einer Fachschule legte der Anteil in diesem Zeitraum um fast ein Viertel zu, wie das Institut der deutschen Wirtschaft Köln (IW Köln) in einer aktuellen Erhebung ermittelte. Außerdem weist das Institut erneut darauf hin: „Je höher die Qualifikation, desto geringer das Risiko, arbeitslos zu werden.“

SCHEINWERKVERTRÄGE UND ARBEITNEHMERÜBERLASSUNG

Der Einsatz von Leiharbeitnehmern in größerem Umfang ist zwischenzeitlich in vielen Firmen gängige Praxis. Hiermit verbunden sind eine Vielzahl von strittigen Rechtsfragen einerseits hinsichtlich der Interessen des Stammpersonals und andererseits bezüglich der rechtlichen Situation der Leiharbeitnehmer. In den letzten Jahren sind zunehmend die so genannten „Scheinwerkverträge“ zu einer massenhaften Erscheinung geworden. Rechtsanwalt Martin Klein äußert sich dazu zum BAG Urteil vom 12.07.2016, Aktenzeichen 9 AZR 352/15

Quelle: www.anwalt.de

Ausbildungsberufe: Starke Konzentration auf nur fünf Berufe

In Deutschland stehen gute 350 Ausbildungsberufe zur Auswahl. Trotzdem konzentriert sich ein Viertel aller im Jahr 2015 abgeschlossenen Verträge auf fünf Ausbildungsberufe, den Spitzenplatz dabei belegen die Kaufleute im Einzelhandel mit 30.474 Ausbildungsverträgen, gefolgt von Kaufleuten für Büromanagement (28.449 Verträge), Verkäufern (24.027), Kraftfahrzeugmechatronikern (20.259) und Industriekaufleuten (17.922). Insgesamt wurden 2015 mehr wie 500.000 Ausbildungsverträge geschlossen.

RA Dr. T. Gerdom: Schonfrist für verdeckte Arbeitnehmerüberlassung

Verdeckte Arbeitnehmerüberlassung, gemeint sind Fälle, in denen objektiv Arbeitnehmerüberlassung vorliegt, die beteiligten Unternehmen ihre Rechtsbeziehung aber als „Werkvertrag“ oder „Dienstvertrag“ bezeichnen führen oft zu rechtlichen Problemen. Das Bundesarbeitsgericht hat in einem aktuellen Urteil entschieden, wenn der Vertragsarbeitgeber eine gültige Arbeitnehmerüberlassungserlaubnis besitzt, führt auch eine verdeckte Arbeitnehmerüberlassung nicht zu einem Arbeitsverhältnis zwischen Arbeitnehmer und Einsatzunternehmen. Ab dem 1.1.2017 wird sich dies jedoch voraussichtlich ändern.